Für viele Männer gilt Viagra als die letzte Hilfe, als die Hoffnung, die alles wieder gut macht. Das Medikament von Pfizer hat schon Millionen Männern geholfen, ihre Erektionsstörungen zu beheben und wieder ein normales Sexleben zu erhalten. Doch nicht in allen Fällen erzielt die blaue Wunderpille die gewünschte Wirkung.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, was Sie machen können, wenn das Potenzmittel Viagra nicht erfolgreich wirkt. 

Inhaltsverzeichnis

  • Gründe, warum Viagra nicht wirkt
  • Erektionsfähigkeit muss gegeben sein
  • Leistungsdruck und Versagensängste
  • Alkohol und fetthaltiges Essen
  • Fehler bei Einnahme und Dosierung
  • Das können Sie tun, wenn Viagra nicht wirkt

Gründe warum Viagra nicht wirkt

In der Regel wirkt Viagra sehr zuverlässig. Die meisten Männer haben den Glauben, dass die Einnahme der Tablette in jedem Fall reicht, um eine ausreichende Erektion zu bekommen. Statistisch gesehene ist das auch der Fall, denn fast 90 Prozent der Männer die Viagra verwenden, bekommen ihre Erektionsprobleme damit auch in den Griff.

Viagra wirkt nicht bei jedem Mann. Vor allem Männer, die das Medikament das erste Mal einnehmen, berichten von einer geringen Wirkung. Oft sind Stress und Versagensängste die Gründe, warum Viagra bei den ersten Einnahmen nicht seine volle Wirkung entfalten kann. Zwar kommt es dann zu einer Erektion, aber diese fällt dann oft nicht hart genug aus, um Geschlechtsverkehr haben zu können.

Man kann grundsätzlich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit eine Erektion zu bekommen, mit der Anzahl der Versuche steigt – das gilt für alle PDE-5-Hemmer. Sowohl der Hersteller als auch Ärzte empfehlen, die Wirkung der Tablette nicht anhand einer einzelnen Einnahme zu beurteilen. Studien haben gezeigt, dass die Erfolgsrate mit einer kontinuierlichen Einnahme steigt.

Der Grund dafür ist, dass sich der Körper erst an den Wirkstoff Sildenafil gewöhnen muss. In den bereits erwähnten Studien wurde festgestellt, dass die Anwender Viagra bis zu sechsmal einnehmen mussten, bevor es seine volle Wirkung erzielte. Geben Sie also nicht die Hoffnung gleich auf und setzen Sie Viagra nicht ab. In vielen Fällen setzt einer Verbesserung der Erektion erst nach mehrmaliger Einnahme ein.

Leistungsdruck & Versagensängste

Wenn Sie aus körperlichen Gründen, z.B. in Folge einer Operation oder Nervenproblemen im Beckenbereich, nicht mehr in der Lage sind, eine Erektion zu bekommen, so wie auch Viagra keinen Erfolg zeigen.

Ein guter Indikator ist, wenn Sie noch in der Lage sind während des Schlafes oder am Morgen eine spontane Erektion bekommen. Wenn Sie dazu fähig sind, kann Ihnen Viagra helfen.

Auch Männer, die durch Selbstbefriedigen eine harte Erektion bekommen, können ihre Erektionsprobleme mit Viagra behandeln. Der Körper muss also grundsätzlich in der Lage sein, eine Erektion zu gewährleisten.

Erektionsfähigkeit muss gegeben sein

Allein die Einnahme von Viagra bewirkt keine Wunder. Um zu wirken, benötigt das Potenzmittel eine genügende sexuelle Erregung.

Treten bei einem Mann Erektionsstörungen auf, ist das für die meisten Männer ein Schock. In der Folge steigt der Druck und Versagensängste treten auf. Beim nächsten Geschlechtsverkehr denkt der Mann wieder über seine sexuelle Leistungsfähigkeit nach – was wiederrum für das Zustandekommen einer Erektion hinderlich sein kann.

Versagensängste und Druck können dazu führen, dass Viagra nicht wirkt. Ebenso kann es vorkommen, dass Männer Viagra nur einnehmen um der Partnerin einen Gefallen zu tun. Wenn jedoch die Lust fehlt, vor allem die sexuelle Lust, zeigt das Medikament keinen Erfolg.

In vielen Fällen hilft es, mit der Partnerin in einem offenen Gespräch zu reden. Sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre und eine verständnisvolle Partnerin wird Ihnen helfen, die Probleme zu überwinden.

Schon gewusst?

Viagra hält Gemüse knackig – Nein, gemeint ist nicht nur die Gurke des Mannes. Vielmehr bleiben auch Erdbeeren und Brokkoli durch den Wirkstoff in Viagra länger knackig. Auch dies fanden die israelischen Forscher bei ihren Tests heraus und zeigten damit, dass sich Menschen und Pflanzen sehr ähnlich sind.

Alkohol & fetthaltiges Essen

Oft kommt es vor, dass Männer um in Stimmung zu kommen und locker zu werden, zu einem Glas Wein oder Bier greifen. Alkohol ist jedoch bei der Einnahme von Viagra kontraproduktiv. Verzichten Sie daher vor der Einnahme auf zu viel Alkohol.

Ebenso kann fetthaltiges, schwer verdauliches Essen die Wirkung von Viagra verzögern und abschwächen. Ein voller Magen belastet den Kreislauf so stark, dass der Wirkstoff Sildenafil erst später seine Wirkung entfalten kann.

Ärzte empfehlen, dass zwischen der letzten Mahlzeit und der Einnahme von Viagra etwa 2 Stunden liegen sollten. Allgemein kann ein gesunder Lebensstil, und eine gesunde, ausgewogene Ernährung gehören dazu, die Erektionsfähigkeit verbessern.

Fehler bei Einnahme & Dosierung

Viagra fängt nach ca. 30 – 40 Minuaten an zu wirken und entfaltet seine volle Stärke nach etwa einer Stunde. Männer sollten von daher diese Zeitspanne abwarten.

Die Wirkdauer von Viagra liegt zwischen 4 – 6 Stunden. Sie haben also in der Regel genug Zeit um entspannt Sex haben zu können. Es kann vorkommen, dass Viagra zu niedrig dosiert ist. In den meisten Fällen beginnt man mit einer Anfangsdosis von 50 mg Sildenafil. Wenn diese Dosierung nicht ausreichend ist oder nur eine unzureichende wirkung erzielt, kann die Dosis nach Rücksprache mit dem Arzt erhöht werden.

Langzeitstudien haben ergeben, dass 60 Prozent der Männer mit schwerer erektiler Dysfunktion eine harte, für Sex ausreichende Erektion bekamen, wenn sie hinsichtlich der Einnahme und Dosierung alle Hinweise befolgten. Eine gesunde Lebensweise fördert die Chancen zusätzlich.

Testosteronmangel

Testosteronmangel ist eine mögliche Ursachen für Erektionsstörungen. Ein niedriger Testosteronspiegel schwächt Muskeln und Gewebe im Penis. Daneben sind Müdigkeit, fehlende sexuelle Lust, Schlafstörungen und depressive Stimmungen Symptome  von zu wenig Testosteron.

Wird der niedrige Testosteronspiegel ärztlich behandelt, erhöht sich automatisch auch die Wirkung von Viagra. Die Lust auf Sex steigert sich wieder, was sich ebenfalls auf eine bessere Erektionsfähigkeit auswirkt.

Einnahme anderer Medikamente

Vor der Einnahme von Viagra sollten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Zum einen müssen die genauen Ursachen geklärt werden, zum anderen kann nur ein Facharzt die geeignete Behandlung in die Wege leiten. In vielen Fällen, liegen neben den Erektionsproblemen noch andere Erkrankungen vor, die ebenfalls behandelt werden müssen.

Werden im Zuge dieser Behandlung Medikamente verschrieben, kann dies unter Umständen zu Wechselwirkungen mit Viagra führen. Unter anderen verträgt sich der Viagra Wirkstoff Sildenafil nicht mit dem Wirkstoff Molsidomin und nitrathaltigen Medikamenten. Vor allem handelt es sich dabei um Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen.

In vielen Fällen hemmen auch Arzneimittel, die zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) eingenommen werden, eine positive Wirkung von Viagra. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, entweder andere Medikamente zu verwenden oder einen anderen PDE-5-Hemmer. Ihr Arzt kann Ihnen auf jeden Fall weiterhelfen.

Informationen zu Viagra Generika

Auch wenn es um Erektionsprobleme geht, so spielt Geld doch eine Rolle. Für Männer die sich auf Dauer das teure Original nicht leisten können, gibt es das preiswerte Generika. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige zur generischen Alternative und welche Vorteile es bietet.

Informationen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Tipp der Redaktion von Maennerhilfe.org

Das können Sie tun, wenn Viagra nicht wirkt

Wie Sie unserem Artikel entnehmen können, gibt es einige Gründe, warum Viagra nicht wirkt. Doch es gibt eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten, die Ihnen trotzdem ein normales Sexleben ermöglichen. Sie als Anwender sollten sich im Klaren darüber sein, dass dies ganz normal sein kann und kein Grund zur Beunruhigung ist. Es ist also völlig normal, dass ein Potenzmittel bei der ersten Einnahme nicht gleich Erfolg zeigt.

Untersuchungen haben ergeben, dass es im Mittel zwischen 6 bis 8 Anwendungen bedarf, bis Viagra seine volle Wirkung entfaltet. Testen Sie das Potenzmittel einfach und beobachten Sie aufmerksam, ob sich die Erektion verbessert. PDE-5-Hemmer wie Sildenafil, behandeln nicht nur körperliche Ursachen der erektilen Dysfunktion, sondern können auch psychische Auslöser bekämpfen.

Eine der häufigsten Gründe warum Viagra nicht wirkt ist Druck. Gehen Sie das Ganze entspannt an. Oft hilft ein offenes Gespräch mit der Partnerin um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und den innerlichen Druck abzubauen. Versuchen Sie eine optimale Umgebung für die Wirksamkeit des Medikaments zu schaffen.

Grundsätzlich unterstützt ein gesunder Lebensstil (Verzicht auf Nikotin und zu viel Alkohol, ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung) die Wirksamkeit von Viagra und beugt Erektionsstörungen vor. Nehmen Sie Viagra am besten auf nüchternen Magen etwa eine Stunde vor dem geplanten Geschlechtsverkehr ein.

Wir empfehlen Ihnen eine frühzeitige Einnahme, denn jedes Medikament braucht eine gewisse Zeit um seine Wirkung entfalten zu können.

Sollte die erhoffte Wirkung ausbleiben, kann dies auch an einer zu geringen Dosierung liegen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, der die Dosierung gegebenenfalls anpassen kann. In anderen Fällen kann es sinnvoll sein, einen anderen PDE-5-Hemmer wie Cialis oder Levitra zu testen. Es ist nicht selten, dass ein Anwender auf einen einzelnen Wirkstoff nicht anspricht oder es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommt.

Medikamentenwechsel

Das Sildenafil evtl. bei Ihnen nicht wirkt ist kein Grund zur Beunruhigung. Mediziner sprechen in diesem Fall von Non-Responder. Wenn Viagra nicht wie erhofft wirkt, kann dies an Einnahemfehlern, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder bereits vorliegenden Erkrankungen liegen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, ein anderes Medikament aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer zu testen.

Viagra Alternativen

Leider gibt es noch keine zuverlässigen Studien für die Erfolgschancen nach einem Wechsel des PDE-5-Hemmers. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: Viagra Alternativen.

Quellen

  1. VIAGRA 100 mg Filmtabletten, Beipackzettel. In: Apotheken-Umschau, Gesundheits-Tipps und Infos zu Medizin, Krankheiten, Therapien, Laborwerten und Medikamenten. URL: apotheken-umschau.de (Stand 27.08.2020)
  2. Viagra. Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels). In: Pfizer.de (Pfizer Deutschland GmbH). URL: pfizer.de (Stand 27.08.2020)
  3. Shakir SAW, Wilton LV, Boshier A. Cardiovascular events in users of sildenafil: results from first phase of prescription event monitoring in England. BMJ 2001; 322: 651–2 (Stand 27.08.2020)
  4. Viagra (summary of the European public assessment report (EPAR) for Viagra). In: European Medicines Agency. URL: ema.europa.eu (Stand 27.08.2020)
  5. Blonde L.: Sildenafil citrate for erectile dysfunction in men with diabetes and cardiovascular risk factors: a retrospective analysis of pooled data from placebo-controlled trials. (2006) URL: ncbi.nlm.nih.gov (Stand 27.08.2020)
Experte & Autor

Online-Redakteur mit einem großen Wissen im Bereich Medizin, Gesundheit sowie Gesundheits-Management. Er hat sein Studium der Wirtschaftslehre an der Universiät Dortmund absolviert und bei unterschiedlichen Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit im Raum Düsseldorf über 30 Jahre gearbeitet.
Seit mehr als vier Jahren arbeitet Rainer Hoffmann nun als Berater und Redakteur beim Redaktionsteam der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung. Rainer Hoffmann sorgt für die Richtigkeit unserer medizinischen Inhalte sowie überwacht und koordiniert sorgfältig die Content Produktion. Des weiteren unterstützt Rainer das Redaktionsteam bei der Beantwortung von komplexen medizinischen Fragestellungen.

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