Man schätzt, das in Deutschland etwa acht Millionen Männern unter gelegentlichen oder dauerhaften Erektionsstörungen leiden. Für viele dieser Männer bietet das Medikament Viagra die lang ersehnte Hilfe. Mit der generischen Alternative steht eine preiswerte Variante parat.

Im folgenden Artikel erfahren Sie alles Wichtige zu Viagra Generika, worum es sich dabei handelt, warum es billiger als das Original ist und welche Vorteile es hat.

Was ist Viagra Generika?

Viagra enthält den Wirkstoff Sildenafil. Dieser wurde Mitte der 90-er Jahre zur Behandlung von Blutdruckproblemen etnwickelt und seine Wirkung gegen erektile Dysfunktion (Impotenz) nur zufällg entdeckt.

Um die Kosten für die Erforschung und Entwicklung des Wirkstoffs wieder reinspielen zu können, beantragte der Hersteller Pfizer ein Patent. 2013 lief dieses Patent aus, was es von nun an auch anderen Herstellern ermöglichte, Sildenafil zu produzieren. Somit enthält das Generika den gleichen Wirkstoff wie das Original von Viagra und erzielt auch die gleiche Wirkung.

Viagra Generika von Pfizer

Warum sind Generika so preisgünstig?

Generika sind in der Regel sehr viel günstiger als das Originalprodukt. Gerade bei Krankenkassen sind sie sehr beliebt, helfen sie doch die Kosten in den Griff zu bekommen. Vor allem bei rezeptflichtigen Medikamenten gibt es Rabattverträge mit Apotheken, die die günstigen Preise an Patienten weitergeben.

Warum sind Generika so günstig?

Warum sind Generika preiswerter?

Der Grund dafür ist, dass die Kosten für Forschung und Entwicklung eines Medikaments sehr hoch sind. Um die Zulassung zum Medikament zu bekommen, beginnen umfangreiche Test, die die eigentliche Wirkung des Wirkstoffs nachweisen müssen (mehr dazu unter „Viagra Wirkung„). Erst wenn die Wirkung bestätigt wurde, es umfassende Informationen zu den Nebenwirkungen und Wechselwirkungen vorhanden sind, wird der Zulassungsprozess eingeleitet.

Es kann vorkommen, dass weitere Verbesserungen vorgenommen werden müssen um Neben- und Wechselwirkungen zu verringern. Erst jetzt kann die Herstellerfirma ein Patent für dieses Medikament beantragen. Die Laufdauer des Patents kann unterschiedlich sein, beträgt aber meist 15 Jahre.

Wenn das Patent abgelaufen, kann der Wirkstoff auch durch andere Pharmafirmen verwendet werden. Sie sparen dadurch die teuren Kosten für Forschung und Entwicklung und können das Medikament direkt produzieren.

Die Wirkung des Wirkstoffs wurde schon erfolgreich nachgewiesen. Trotzdem werden zur Zulassung des Generikas weitere Test am Patienten vorgenommen. Im gesamten Ablauf können sehr viele Kosten gespart werden und daher ist es Firmen möglich, Generikas zu einem wesentlich geringeren Preis anzubieten. Die Ersparnisse beziehen sich nicht nur auf rezeptpflichtige Medikamente, sondern auch auf frei verkäufliche. Der Markt für Generika ist heiss umkämpft und viele Generika-Firmen wie Hexal, Stada oder Rathiopharm sorgen für niedrige Preise. Und auch Pfizer hat eine generische Alternative zum Original auf den Markt gebracht.

Wird die Qualität von Viagra Generika überwacht?

Durch die Zulassung als Sildenafil Generikum, ist es automatisch in einer Liste enthalten, die alle Medikamente umfasst, die auf dem deutschen Markt zugelassen sind. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) garantiert mit dieser Liste, dass alle Medikamente in gleichbleibender Qualität produziert und ausgegeben werden.

Während des Herstellungsprozesses werden vor Ort in den Pharmafirmen und Produktionsstandorten Stichproben genommen. Kommt es dabei zu Unregelmässigkeiten, wird der Vertrieb sofort gestoppt. Bundesweit werden alle Apotheken informiert und das entsprechende Medikamente unverzüglich aus dem Handel genommen. Wurden bereits Medikamente mit der entsprechenden Chargennummer verkauft, erfolgt eine Rückrufaktion.

Enthalten Original und Generika den gleichen Wirkstoff?

Bis Viagra im Handel der Apotheken erhältlich war, musste es zur Zulassung ein umfangreiches Verfahren durchlaufen (mehr dazu auch unter „Viagra Geschichte„). Dies wird über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gesteuert. Als Aufsichtsbehörde hat es auch die geltenden gesetzlichen Regelungen erstellt, nachdem alle Medikamaente ein Verfahren zur Zulassung durchlaufen müssen.

Auch wenn Generika nicht im gleichen Umfang den Tests unterliegt wie es bei Original-Medikamenten der Fall ist, weil der Wirkstoff schon erprobt ist, so müssen erst alle Schritte des Zulassungsverfahrens durchlaufen werden. Erst dann kann das Medikament in den Handel gelangen.

Dabei wird u.a. sichergestellt, dass auch der benannte Wirkstoff enthalten ist. Alle Produktionsschritte, inklusive der Abpackung der Medikamente bis hin zur Auslieferung unterliegen einem vorgegebenen Rahmen. Erst dann kann es in Apotheken auch verkauft werden.

Zudem muss der komplette Vorgang durch die EU-Zulassungsbehörde abgesegnet werden. Liegt diese nicht vor, darf das Medikament auch nicht im Handel verkauft werden.

Von der Herstellung bis zum Verkauf unterliegt Viagra Generika den gleichen strengen Kontrollen – wie alle anderen Generika auch. So wird sichergestellt, dass in allen generischen Alternativen auch der entsprechende Wirkstoff enthalten ist.

Anteil generikas

Kann ich ohne Probleme vom Original zum Generika wechseln?

Generell ist der Wechsel vom Original zum Generika unbedenklich. Bei der generischen Alternative handelt es sich genauso um ein geprüftes und zugelassenes Medikament wie beim Original. Sollte es hinsichtlich der Wirkung oder Verträglichkeit zu Problemen kommen, kann evtl. eine Anpassung der Dosierung Erfolg zeigen. Wenn auch das nicht hilft, muss der Arzt ein Rezept auf das Original-Medikament Viagra von Pfizer ausstellen, und nicht auf den Wirkstoff Sildenafil.

Oftmals liegt es im Interesse der Krankenkasse Kosten zu sparen. Aus diesem Grund werden mit entsprechenden Apotheken Rabattverträge geschlossen und automatisch Generika mit dem entsprechenden Wirkstoff ausgegeben.

Informationen zu Viagra

Wir kann man Erektionsprobleme vorbeugen? Diese Frage stellen sich nicht nur Männer mit erektiler Dysfunktion, sondern auch viele gesunde Männer. Es gibt eine ganze Reihe von Tipps, wie Sie die Potenz verbessern können und verhindern, das es zu Erektionsstörungen kommt.

Informationen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Tipp der Redaktion von Maennerhilfe.org

Warum ist das Generika rezeptpflichtig?

Viagra Generika darf ebenso wie das Original nur gegen Vorlage eines Rezepts gekauft werden. Dies beruht darauf, dass das Medikament nicht bedenkenlos von jedem Mann verwendet werden darf.

Der Wirkstoff Sildenafil sorgt für eine Erweiterung der Blutgefäße, damit mehr Blut in die Schnwellkörper des Penis gelangen kann und somit eine ausreichende Penissteife für eine Erektion erreicht wird. Wie lange und wie stark die Blutbahnerweiterung anhält, hängt von der Dosis sowie individuellen körperlichen Verfassung und Statur des Anwenders ab.

Dadurch, das Wirkung und Intensität unterschiedlich ausfallen können, kann es auch zu unerwünschten Neben- und Wechselwirkungen kommen. Gerade bei Vorerkrankungen oder der Einnahme anderer Medikamente ist die Einnahme von Viagra Generika unbedingt mit einem Arzt abzusprechen. Dieser stellt bei Bedarf ein Rezept aus.

Um die Gesundheit und das Leben des Patienten zu schützen, wurde Viagra Generika auf eine Liste gesetzt, die nur gegen Vorlage eines Rezepts gekauft werden können.

Quellen

  1. Generic Drugs: Answers to Common Questions. URL: www.webmd.com (Stand: 23.09.2020)
  2. Generika. Herausgeber: Stiftung Warentest. URL: www.test.de (Stand: 23.09.2020)
  3. Fragen und Antworten rund um das Thema Generika. Herausgeber: Pro Generika e.V. URL: www.progenerika.de (Stand: 23.09.2020)
  4. Was sind Generika?. URL: www.ratiopharm.de (Stand: 23.09.2020)
  5. Die Risiken und Nebenwirkungen bei Generika. Herausgeber: Welt.de. URL: www.welt.de (Stand: 23.09.2020)
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Online-Redakteur mit einem großen Wissen im Bereich Medizin, Gesundheit sowie Gesundheits-Management. Er hat sein Studium der Wirtschaftslehre an der Universiät Dortmund absolviert und bei unterschiedlichen Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit im Raum Düsseldorf über 30 Jahre gearbeitet.
Seit mehr als vier Jahren arbeitet Rainer Hoffmann nun als Berater und Redakteur beim Redaktionsteam der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung. Rainer Hoffmann sorgt für die Richtigkeit unserer medizinischen Inhalte sowie überwacht und koordiniert sorgfältig die Content Produktion. Des weiteren unterstützt Rainer das Redaktionsteam bei der Beantwortung von komplexen medizinischen Fragestellungen.

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