Viagra ermöglicht Männern trotz erektiler Dysfunktion (Impotenz) wieder ein normales Sexleben zu haben. Wohl jeder hat vom bekanntesten Potenzmittel der Welt schon gehört. Die korrekte Einnahme des Medikaments ist sehr wichtig, um die volle Wirkung zu entfalten und Nebenwirkungen zu vermeiden.

Im Folgenden erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur Dosierung und Einnahme von Viagra.

Überblick der Viagra Dosierungen

Viagra gibt es in Form von Filmtabletten, die Sie nur gegen Vorlage eines Rezeptes kaufen können. Das Medikament mit dem Wirkstoff Sildenafil gibt es in den Dosierungen:

  • 25 mg
  • 50 mg
  • 100 mg

Vor der Einnahme von Viagra empfehlen wir Ihnen den Besuch bei einem Arzt. Er legt u.a. auch die Höhe der Dosierung fest, die sich an der Schwere der erektilen Dysfunktion orientiert. Im Normalfall beginnt die Einnahme mit 50 mg Sildenafil, die bei Bedarf gesteigert werden kann.

Der Arzt nimmt bei der Untersuchung eine umfangreiche Diagnostik und Amnese vor, um die genauen Ursachen der Erektionsstörungen heruaszufinden. Ebenso können eventuelle Risiken durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten erkannt werden.

Die maximale Dosierung von Viagra liegt bei 100 mg Sildenafil. Nehmen Sie nicht mehr als eine Tablette pro Tag ein, denn durch eine höhere Konzentration kann das Risiko von Nebenwirkungen steigen. Eine zu hohe Dosierung von Sildenafil kann zu ernsthaften Kreislaufproblemen und sogar dem kompletten Verlust der Erektionsfähigkeit führen,

Aus diesem Grund sollten Sie auch von einer mehrfachen Einnahme am Tag absehen, da dies ebenso zu einer Überdosierung führen kann.

Die Anpassung der Dosierung erfolgt in Abhängigkeit der Ursachen, die sowohl psychischer als auch physischer Natur sein können. Bei älteren Mann wird meist die Höchstdosis von 100 mg verabreicht, da ältere Männer einen langsameren Stoffwechsel haben.

Jugendlichen unter 18 Jahren und Männern die sich noch in der hormonellen Pubertät befinden, dürfen Viagra nicht einnehmen. Es könnte die körperliche Entwicklung stören bzw. zu dauerhaften Erektionsproblemen führen.

Schon gewusst?

Der Wirkstoff Sildenafil, der in Viagra steckt, macht nicht nur müde Männer munter, sondern hilft auch bei anderen gesundheitlichen Problemen – beispielsweise bei der Höhenkrankheit. Auf den Sauerstoffmangel in großer Höhe reagiert der menschliche Körper mit steigendem Blutdruck, der unbehandelt durch Flüssigkeitseinlagerungen in den Lungen und Gehirn tödlich enden kann. Durch die Einnahme von Viagra entspannen sich die Blutgefäße bei den Betroffenen, sodass der Blutdruck rasch wieder sinkt.

Wie nimmt man Viagra richtig ein?

Nehmen Sie die für Sie empfohlene Dosierung etwa 30 Minuten vor dem geplanten Geschlechtsverkehr mit etwas Wasser ein. Mehr als eine Tablette pro Tag einzunehmen sollten Sie vermeiden, da der Wirkstoff Sildenafil nicht mehr ausreichend abgebaut werden kann und es zu einer Überdosierung kommen kann.

Ebenso sollten Sie auf die gleichzeitige Einnahme von Alkohol verzichten. Zu viel Alkohol kann dazu führen, dass die Wirkung von Viagra abgeschwächt wird und die Erektion nicht mehr wie gewünscht zustande kommt oder nicht mehr so lange anhält.

Beachten Sie, das zu fetthaltiges Essen Einfluss auf die Wirkeintritt und die Dauer der Wirkung nimmt. Wir empfehlen Ihnen daher, die Tablette auf nüchternen Magen oder nur mit leichter Kost zu sich zu nehmen. Fetthaltiges Essen belastet den Stoffwechsel und somit verzögert sich der Wirkeintritt. In selten Fällen kann es auch zu einer weniger harten Erektion kommen.

Ein Sonderfall stellt Grapefruit dar, deren Inhaltsstoffe sich negativ auf die Wirkung von Viagra auswirken. Grapefruit enthält Bitterstoffe, die Enzyme im Verdauungstrakt und im Kreislauf hemmen, die den Abbau von Sildenafil als auch dessen Wirkung negativ beeinflussen. In der Folge kommt es zu einer Überdosierung von Viagra und erhöht somit das Risiko von Nebenwirkungen.

Einnahme bei vorhandenen Nierenfunktionsstörungen

Wenn Sie eine Vorgeschichte mit Nierenfunktionsstörungen haben, sollten Sie die Einnahme von Viagra mit Ihrem Arzt abstimmen. Im anderen Fall kann es zu negativen Auswirkungen auf den Kreislauf haben. Bei Problemen mit der Niere kann es zu einer Dialysepflicht kommen. Beachten Sie bitte, dass Sie sich strikt an die Ernährungsvorschriften halten und die tägliche Flüssigkeitszufuhr begrenzen.

Durch die geringere Zufuhr von Flüssigkeit ist der Körper nicht mehr in der Lage, die Schadstoffe in einem normalen Zeitraum auszuspülen. Sprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt ab und beginnen Sie möglichst nicht mit einer hohen Dosierung.

Ein Arzt stellt die richtige Dosierung anhand des Erkrankungszustandes ein und kann bewerten, ob die Einnahme gefahrlos erfolgen kann. Im anderen Fall kann es zu einer lebensgefährlichen Überdosierung kommen.

Ebenso kann es zu Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen, die gegen Nierenfunktionsstörungen eingenommen werden.

Entstehung einer Erektion

Einnahme bei vorhandenen Leberfunktionsstörungen

Bei Leberfunktionsstörungen kann es zu Beeinträchtigungen der Entgiftungsfunktion kommen. Daher sollte die Einnahme jeglicher Medikamente genauestens abgestimmt werden. Im Normalfall werden alle Wirkstoffe von Medikamenten durch die Leber in einem bestimmten Zeitraum abgebaut. Das bedeutet, dass einige Bestandteile des Wirkstoffs nie den eigentichen Wirkungsort erreichen, wenn Sie oral oder auf einem anderen Weg eingenommen werden.

Schon beim ersten Durchlauf durch die Leber, wird ein Teil des Wirkstoffs unschädlich gemacht. So kommt nur ein Bruchteil davon an seinen Bestimmungsort und erzielt dort eine Wirkung.

Wenn Männer unter Lebenfunktionsstörungen leiden, kann Sildenafil nicht in der vorgesehenen Zeit oder gar nicht abgebaut werden und verbleibt im Blut. Bei der Einnahme von Viagra kann das zweierlei Folgen haben.

  1. Sie bekommen eine Erektion, die aber länger anhält als es normal ist. Das kann auch der Fall sein, wenn Sie gar nicht sexuell erregt sind. In der Folge kommt es z einer schmerzhaften Dauererektion, die langfristige Schäden am Penis hervorrufen kann. Priapismus ist ein medizinischer Notfall, bei dem die Schwellkörper des Penis einem anhaltenden Druck ausgeliefert sind und diesen nicht mehr abbauen können. Es kann dadurch zu irreversiblen Schäden kommen und eine Erektion nicht mehr möglich.
  2. Sildenafil verbleibt im Kreislauf und bei einer erneuten Einnahme von Viagra kommt es zu einer Überdosierung. Es kann dadurch zu Nebenwirkungen kommen, die Herz und Kreislauf erheblich belasten und schädigen können. Auch in diesem Fall kann es zu gefährlichen medizinischen Notfällen kommen.

Sprechen Sie die Einnahme von Viagra auf jeden Fall mit Ihrem Arzt ab, um ernsthafte Konsequenzen auszuschließen.

Einnahme nach einem Schlaganfall

Viagra kann grundsätzlich von Männern jeglichen Alters eingenommen werden. Erfahrungsgemäß nehmen es jedoch Männer mittleren und höheren Alters ein. Bei dieser Gruppe besteht jedoch auch ein höheres Risiko eines Schlaganfalls bzw. hatte bereits einen Schlaganfall. In der neueren Forschung ist bekannt, dass sich Zellen nach einem Schlaganfall regenerieren können. Dementsprechend sollte geprüft werden, welche Medikamente eine Regeneration unterstützen können.

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Sildenafil die Regeneration von Gehirnzellen innerhalb kürzester Zeit signifikant steigern konnte. Zugegeben, die Forschung befindet sich an diesem Punkt noch im Anfangsstadium. Wie genau Sildenafil die Regeneration unterstützt, ist bisher nicht ausreichend erforscht. Jedoch wird vermutet, dass durch Sildenafil bestimmte Botenstoffe gefördert werden, die für die Regeneration von Gehirnzellen verantwortlich sind. Zudem berichteten Männer, dass die Einnahme von Viagra zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit des Gehirns führte.

Wir raten Ihnen trotzdem dringend ab, Viagra ohne Abstimmung mit Ihrem Arzt einzunehmen. Die gleichzeitige Einnahme mit Medikamenten zur Behandlung eines Schlaganfalls kann zu unerwünschten, gefährlichen Nebenwirkungen führen.

Kann ich Viagra jeden Tag einnehmen?

Grundsätzlich kann Viagra jeden Tag eingenommen werden, wobei nur eine Tablette pro Tag eingenommen werden darf. Halten Sie sich unbedingt an die Hinweise des Herstellers zur Einnahme. Nehmen Sie Viagra nur ein, wenn Sie tatsächlich Geschlechtsverkehr haben werden. Beachten Sie, dass Sie die empfohlene Dosierung nicht überschreiten.

Wie oft kann ich Viagra einnehmen?

Nehmen Sie Viagra nur einmal am Tag ein und halten Sie sich an die empfohlene Dosierung. Viagra kann bei normalem gesundheitlichen Befinden täglich eingenommen werden.

Nehmen Sie Viagra regelmässig nur ein, wenn Sie unter Erektionsstörungen leiden und es mit Ihrem Arzt abgesprochen ist.

Wir weisen darauf hin, dass die Einnahme von Viagra bei einer Überdosierung zu gefährlichen Nebenwirkungen führen kann. Männer, die unter einem niedrigen Blutdruck, Leberfunktionsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenproblemen oder Erkrankungen der Netzhaut leiden, sollten auf die Einnahme verzichten. Hinweise zur korrekten Dosierung erhalten Sie von Ihrem Arzt oder der Packungsbeilage.

Informationen zu Viagra

Sildenafil hat eine einfache Wirkung auf den natürlichen Ablauf einer Erektion. Die Funktionsweise, Tipps zur Einnahme und wie Sie die beste Wirkung unterstützen können sind wichtige Informationen die Sie vor der Einnahme von Viagra wissen sollten.

Informationen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Tipp der Redaktion von Maennerhilfe.org

Wie lange ist Viagra haltbar?

Wie jedes andere Medikament auch, besitzt Viagra ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Nur bis zu diesem Datum ist es sicher, dass das Medikament auch so wirkt, wie es wirken soll. Nach Ablauf des Medikaments kann es zu einem Nachlassen der Wirkung kommen und zu einem erhöhten Risiko von Nebenwirkungen.

Die Haltbarkeit von Viagra beträgt 5 Jahre. Achten Sie auf die richtige Lagerung der Packung. Feuchtigkeit, Licht sowie zu hohe oder niedrige Temperaturen können die Haltbarkeit herabsetzen. Behalten Sie die Tabletten im jeweiligen Blister auf und füllen Sie diese nicht um. Weitere Hinweise zur Lagerung finden Sie auf den Beipackzettel.

Können auch Frauen Viagra einnehmen?

Sildenafil dient nicht der Behandlung von Erektionsstörungen bei Frauen. Im Rahmen von zahlreichen Tests durch Pfizer, konnte eine Wirksamkeit für eine verbesserte Erektionsfähigkeit bei Frauen nicht nachgewiesen werden.

In einer Studie der University of New Mexico wurde jedoch eine libidosteigernde Wirkung bei Frauen, die aufgrund von Antidepressiva, nämlich Serotonin-Wiederaufnahmehemmern sexuelle Funktionsstörungen hatten, entdeckt. 72 % der Frauen bestätigten eine positive Wirkung.

Lovegra für Frauen

Der Wirkstoff Sildenafil, der bei Männern zur Behandlung von erektiler Dysfunktion verwendet wird, sollte nicht mit dem Wirkstoff Flibanserin verwechselt werden. Dieser wird in bestimmten Tabletten für Frauen wie Lovegra vertrieben, welches den Spitznamen „Viagra für Frauen“ besitzt.

Quellen

  1. Viagra. Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels). In: Pfizer.de (Pfizer Deutschland GmbH). URL: pfizer.de (Stand 25.08.2020)
  2. VIAGRA 100 mg Filmtabletten, Beipackzettel. In: Apotheken-Umschau, Gesundheits-Tipps und Infos zu Medizin, Krankheiten, Therapien, Laborwerten und Medikamenten. URL: apotheken-umschau.de (Stand 25.08.2020)
  3. Shakir SAW, Wilton LV, Boshier A. Cardiovascular events in users of sildenafil: results from first phase of prescription event monitoring in England. BMJ 2001; 322: 651–2 (Stand 25.08.2020)
  4. Viagra (summary of the European public assessment report (EPAR) for Viagra). In: European Medicines Agency. URL: ema.europa.eu (Stand 25.08.2020)
  5. Blonde L.: Sildenafil citrate for erectile dysfunction in men with diabetes and cardiovascular risk factors: a retrospective analysis of pooled data from placebo-controlled trials. (2006) URL: ncbi.nlm.nih.gov (Stand 25.08.2020)
Experte & Autor

Online-Redakteur mit einem großen Wissen im Bereich Medizin, Gesundheit sowie Gesundheits-Management. Er hat sein Studium der Wirtschaftslehre an der Universiät Dortmund absolviert und bei unterschiedlichen Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit im Raum Düsseldorf über 30 Jahre gearbeitet.
Seit mehr als vier Jahren arbeitet Rainer Hoffmann nun als Berater und Redakteur beim Redaktionsteam der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung. Rainer Hoffmann sorgt für die Richtigkeit unserer medizinischen Inhalte sowie überwacht und koordiniert sorgfältig die Content Produktion. Des weiteren unterstützt Rainer das Redaktionsteam bei der Beantwortung von komplexen medizinischen Fragestellungen.

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