Sildenafil von Viagra ist ohne Zweifel das bekannteste Potenzmittel, welches auf dem Markt ist. Mit einer relativ geringen Dosis ermöglicht es Ihnen ein normales Sexleben trotz erektiler Dysfunktion (Impotenz). Nachdem 2017 das Patent für Sildenafil abgelaufen ist, gibt es auch preisgünstige generische Alternativen im Handel.

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Inhaltsstoffe von Viagra

Viagra enthält verschiedene Inhaltsstoffe, wobei Sildenafil der Wirkstoff ist. Andere Bestandteile diesenen der Zusammensetzung, Festigkeit und Farbe.

Folgende Inhaltsstoffe sind in einer Tablette enthalten:

  • Magnesiumstearat
  • Calciumhydrogenphosphat
  • Mikrokristalline Cellulose
  • Croscarmellose-Natrium

Die am häufigsten verkaufte Form von Viagra ist die Filmtablette. Im Film-Überzug sind folgende Stoffe enthalten:

  • Triacetin
  • Lactose-Monohydrat
  • Hypromellose
  • Aluminiumsalz (E 132)
  • Titandioxid (E 171)
  • Indigocarmin

Original Viagra

Für die typisch blaue Farbe von Viagra ist Indigocarmin verantwortlich. Aufgrund der enthaltenen Lactose ist Viagra für Menschen mit einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose nicht geeignet.

Sildenafil gehört zur Medikamenten-Gruppe der PDE-5-Hemmer und wird auf natürlichem Weg aus dem Körper ausgeschieden. Enzyme in der Leber verarbeiten Sildenafil, welchesn danach über die Nieren wieder ausgeschieden wird. Sollte die Leber, z.B. durch die gleichzeitige Einnahme von Alkohol, schon in Anspruch genommen werden, verzögert sich der Wirkeintritt bzw. kann abgeschwächt werden. Ebenso kann dies bei sehr fetthaltigem Essen der Fall sein.

Beachten Sie dies bitte bei der Einnahme von Viagra. Essen, auch fetthaltiges Essen, ist grundsätzlich kein Problem, jedoch kann es die Wirkung beeinflussen. Wenn Sie Viagra über einen längeren Zeitraum einnehmen, werden Sie recht schnell ein Gefühl entwickeln, wie sich Essen und Alkohol auf die Einnahme auswirken.

Definition & Anwendungsgebiete von Sildenafil

Sildenafil dient der Behandlung von männlicher erektiler Dysfunktion. Das bekannteste Medikament dafür ist Viagra. Nachdem 2017 das Patent für Sildenafil ausgelaufen ist, kann der Wirkstoff auch von anderen Herstellern übernommen werden und als Generika hergestellt werden. Diese Medikamente gleichen dem Original in Art und Weise, sind jedoch deutlich preisgünstiger.

Der Grund dafür ist, dass bei einem Generika die teuren Forschungs- und Entwicklungskosten wegfallen. Hersteller von Generikas übernehmen den bereits vorhandenen Wirkstoff. Besonders bei verschreibungspflichtigen Medikamenten sind Generika sehr beliebt, da Patienten durch sie viel Geld sparen können.

Chemische Formel von Sildenafil

Sildenafil hilft Ihnen, trotz Erektionsproblemen wieder ein normales Liebesleben zu erhalten. Liegt eine erektile Dysfunktion vor, ist es für Männer nicht mehr möglich, eine normale harte Erektion zu bekommen bzw. diese lang genug aufrecht zu erhalten.

Ärzte sprechen von einer erektilen Dysfunktion, wenn Männer über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr in der Mehrzahl der Fälle keine ausreichende Erektion mehr bekommen.

Das Sildenafil erfolgreich bei Erektionsproblemen wirkt, wurde nur zufällig entdeckt. Ursprünglich wurde es zur Behandlung von Herzerkrankungen entwickelt, zeigte dort aber nicht die gewünschten Erfolge. In Folge der medizinischen Studien, wurde der positive Nebeneffekt entdeckt, da Männer von verbesserten Erektion berichteten.

Wie wirkt Sildenafil?

Sildenafil wirkt wich direkt auf die Erektion aus. Damit eine Erektion zustande kommt, werden bei einer sexuellen Erregung Botenstoffe ausgesandt, die ein Enzym namens cGMP akivieren.  Das Enzym sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße im Penis entspannen, mehr Blut hineinfließen kann und auch länger dort verbleibt.

Damit nach dem Sex die Erektion wieder abgebaut werden kann, verringert ein weiteres Enzym, Phosphodiesterase Typ 5 (PDE-5), den Anteil von cGMP im Blut.

Liegen Erektionsprobleme vor, ist das Zusammenspiel von cGMP und PDE-5 gestört. Es ist zu viel PDE-5 im Blut, welches die Wirkung von cGMP reduziert.

PDE-5-Hemmer setzen an dieser Stelle an und hemmen, wie der Name es schon verrät, die Wirkung von Phosphodiesterase Typ 5. Dadurch verbleibt mehr cGMP im Blut, es kann mehr Blut in den Penis hineinströmen und somit wird eine Erektion gefördert.

Sildenafil wird durch den Körper auf ganz natürliche Weise wieder abgebaut. Männer, die Vorerkrankungen mit Leber oder Niere haben, sollten die Einnahme mit ihrem Arzt absprechen, da es mit der Einnahme von Viagra zu gesundheitlichen Risiken kommen kann.

Das Original Viagra und seine Generika unterscheiden sich in Form und Farbe. Der Klassiker von Pfizer ist blau und oral, während generische Varianten in unterschiedlichen Formen, meist in weiß erhältlich sind. Zudem gibt es inzwischen eine Zwischendosierung mit 75 mg Sildenafil, die es beim Original nicht gibt.

Vom Wirkprinzip gibt es zwischen Viagra und den Generikas keinen Unterschied. Die Nachahmer-Präparate sind zudem genauso sicher wie das Original, da sie die gleichen strengen Schritte zur Zulassung durchlaufen müssen. Die Wirkung kann, wie bei jeden anderen Medikament auch, von Mann zu Mann verschieden ausfallen.

Wirkung von Sildenafil

Dosierung & Einnahme von Viagra

Im Handel ist Sildenafil in unterschidelen Dosierungen von 25 mg, 50 mg und 100 mg erhältlich. Die erste Dosierung wird in der Regel vom behandelnden Arzt festgelegt und beträgt in den meisten Fällen 50 mg. Je nach Wirkung kann diese dann angepasst werden. Sollten die Erektionsprobleme nach einem gewissen Zeitraum besser werden, kann die Dosierung auf 25 mg verringert werden.

Sollten die 50 mg Sildenafil nicht ausreichend sein, wird die Dosierung auf 100 mg erhöht. Nehmen Sie Sildenafil nur einmal täglich ein. Zu einer Überdosierung kann es zwar nicht kommen, es verbessert sich jedoch  nicht die Erektionsfähigkeit, erhöht aber das Risiko von Nebenwirkungen. Halten Sie sich bei der Einnahme an die Hinweise Ihres Arztes bzw. der Packungsbeilage. Sollten sich ernsthafte Nebenwirkungen einstellen, dann suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf.

Nehmen Sie Viagra etwa 30-40 Minuten vor dem geplanten Sex mit etwas Wasser ein. Vorraussetzung für eine erfolgreiche Wirkung ist eine genügende sexuelle Erregung. Ohne diese, wird auch Sildenafil nicht zum erhofften Ergebnis führen.

Der Wirkeintritt und auch die Länge der Wirkung sind von mehreren Faktoren abhängig. Zum einen spielt die Statur und körperliche Verfassung des Mannes eine Rolle, zum anderen auch, ob Sie gegessen oder Alkohol zu sich genommen haben.

Informationen zu Viagra

Sildenafil, der Wirkstoff von Viagra, gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer. Sollte Viagra nicht wirken, können andere Medikamente wie Cialis oder auch Levitra erfolgreich sein. Es ist daher interessant zu wissen, welche Alternativen es bei PDE-5-Hemmern gibt.

Informationen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Tipp der Redaktion von Maennerhilfe.org

Nebenwirkungen, Wechselwirkungen & Gegenanzeigen

In der Regel wird davon abgeraten Sildenafil einzunehmen, wenn Sie Vorerkrankungen an Leber und Niere haben. Wenn Sie Medikamente zur Behandlung dieser Krankheiten haben, kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von Viagra zu Wechselwirkungen kommen, die ernsthafte Folgen nach sich ziehen können.

Gegenanzeigen zu Sildenafil:

  • Schwerwiegende Lebererkrankungen
  • Schwerwiegende Nierenerkrankungen
  • Lebensalter unter 18 Jahren

Jugendlichen wird von der Einnahme abgeraten, da sie nicht volljährig sind und sich auch noch in ihrer körperlichen Entwicklung befinden. Durch die Einnahme eines Potenzmittels kann der Hormon-Haushalt empfindlich gestört werden, was auch zu nachhaltigen Erektionsproblemen führen kann.

Nebenwirkungen von Sildenafil

Nebenwirkungen können wie bei jeden anderen Medikament auch, auftreten, müssen es aber nicht. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • verschwommenes Sehen
  • Hautrötungen
  • verstopfte Nase

Kopschmerzen, Schwindel und verschwommenes Sehen deuten auf einen instabilen Kreislauf hin, was Auswirkungen auf den Blutdruck hat. Achten Sie darauf, dass diese Symptome nach dem Abbau von Sildenafil wieder verschwinden. Im anderen Fall suchen Sie einen Arzt auf.

Hautrötungen oder eine verstopfte Nase deuten auf eine Unverträglichkeit hin. Auch hier empfehlen wir den Besuch bei einem Arzt, denn es könnte sich dabei um eine allergische Reaktion handeln.

In den weitaus meisten Fällen verschwinden die Nebenwirkungen nach kurzer Zeit wieder von selbst.

Seltene und stärkere Nebenwirkungen sind:

  • Gefäßverschlüsse
  • Herz- und Schlaganfall
  • Priapismus

In seltenen Fällen kann die Einnahme eines Potenzmittels zu medizinischen Notfällen wie Priapismus führen. Dabei kommt es zu einem Gefäßverschluss im Penis, der sofort behandelt werden muss, damit es nicht zu dauerhaften Beeinträchtigungen der Funktion und Erektionsfähigkeit des Penis kommt.

Diese Nebenwirkungen treten bei Viagra auf

Kopfschmerzen
Verstopfte Nase
Gesichtsrötungen
Sodbrennen

Warum brauche ich ein Rezept?

Sildenafil gehört zu den rezeptpflichtigen Potenzmitteln, da die Einnahme zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen kann. Auf diesem Grund ist es wichtig, dass Sie vor der Einnahme von Viagra einen Arzt aufsuchen, der Ihren gesundheitlichen Zustand überprüft. So kann es bei bestehenden Erkrankungen an Herz, Leber oder Niere ratsam sein, auf die Einnahme von Viagra zu verzichten und eine Alternative in Betracht zu ziehen.

Der behandelnde Arzt als Spezialist kann die möglichen Risiken besser einschätzen und mögliche Behandlungsalternativen abwägen.

Viagra und seine generischen Varianten können daher sowohl in einer Apotheke vor Ort als auch bei Online Apotheken nur gegen Vorlage eines Rezeptes gekauft werden.

Sollten Sie im Internet die Möglichkeit finden, Viagra rezeptfrei zu kaufen, so handelt es sich um ein illegales Angebot von dem abzuraten ist. Ob es sich bei diesen Angeboten um legale, geprüfte Medikamente handelt, kann nicht abgeschätzt werden.

Im Handel können Sie mit Rezept Viagra und seine Generika ohne Probleme kaufen, da es sich hierbei um geprüfte Medikamente mit dem Wirkstoff Sildenafil handelt.

Quellen

  1. Sildenafil citrate for erectile dysfunction in men with diabetes and cardiovascular risk factors: a retrospective analysis of pooled data from placebo-controlled trials. Blonde L. (2006) URL: ncbi.nlm.nih.gov (Stand: 24.08.2020)
  2. VIAGRA 100 mg Filmtabletten, Beipackzettel. In: Apotheken-Umschau, Gesundheits-Tipps und Infos zu Medizin, Krankheiten, Therapien, Laborwerten und Medikamenten. URL: apotheken-umschau.de (Stand: 24.08.2020)
  3. The efficacy of sildenafil citrate (Viagra) in clinical populations: an update. Carson CC et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov (Stand: 24.08.2020)
  4. Patrick W. Fisher; Fadi Salloum; Anindita Das; Haroon Hyder; Rakesh C. Kukreja: Phosphodiesterase-5 Inhibition With Sildenafil Attenuates Cardiomyocyte Apoptosis and Left Ventricular Dysfunction in a Chronic Model of Doxorubicin Cardiotoxicity. In: Circulation. Band 111, 2005, S. 1601–1610. (Stand: 24.08.2020)
  5. Mondaini et al.: Sildenafil does not improve sexual function in men without erectile dysfunction but does reduce the postorgasmic refractory time. In: Int. J. Impot.Res. Band 14, Nr. 3, S. 225–228. (Stand: 24.08.2020)
Experte & Autor

Online-Redakteur mit einem großen Wissen im Bereich Medizin, Gesundheit sowie Gesundheits-Management. Er hat sein Studium der Wirtschaftslehre an der Universiät Dortmund absolviert und bei unterschiedlichen Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit im Raum Düsseldorf über 30 Jahre gearbeitet.
Seit mehr als vier Jahren arbeitet Rainer Hoffmann nun als Berater und Redakteur beim Redaktionsteam der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung. Rainer Hoffmann sorgt für die Richtigkeit unserer medizinischen Inhalte sowie überwacht und koordiniert sorgfältig die Content Produktion. Des weiteren unterstützt Rainer das Redaktionsteam bei der Beantwortung von komplexen medizinischen Fragestellungen.

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