MUSE ist eine neue Methode zur Behandlung von Erektionsproblemen und greift ebenso wie SKAT auf den Wirkstoff Alprostadil zurück. Im Vergleich zu den anderen Potenzmitteln wird jedoch keine Tablette eingenommen, sondern der Wirkstoff mittels eines Stäbchens direkt in die Harnröhre eingeführt, wo es sich auflöst.

Im folgenden Artikel erfahren Sie alles Wichtige zu MUSE, zur Wirkweise, der Anwendung und ein Vergleich zu den anderen Behandlungsmöglichkeiten.

Wirkung von MUSE

Muse ist eine Methode zur Behandlung von erektiler Dysfunktion (Impotenz) und steht für „Medicated Urethral System for Erection“. Ebenso wie bei SKAT wird der Wirkstoff Alprostadil verwendet.

Das Mittel erweitert die Blutgefäße, wodurch sich die Blutzufuhr in den Penis verbessert. Dadurch wird die Erektion gefördert und normaler Geschlechtsverkehr ist möglich. Im Vergleich zu SKAT wird keine Injektion verabreicht und die Anwendung ist einfacher als bei einer Penisinjektion. MUSE stellt eine effektive Alternative zu Potenzmitteln in Tablettenform dar.

Anwendung von MUSE

MUSE besteht aus einem dünnen, stäbchenförmigen Kunststoff-Applikator, an dessem einen Ende das Stäbchen mit dem Wirkstoff sitzt. Der Applikator wird zunächst einige Zentimeter in die Harnröhre geschoben und das Wirkstoff-Stäbchen wird dann in die Harnröhre gedrückt. Anschließend wird der Applikator herausgezogen und der Penis mit den Fingern massiert, damit sich der Wirkstoff im gesamten Penis verteilt und er rasch aufgenommen wird.

Nach Verabreichung des Stäbchens kommt es innerhalb von 10 Minuten zur Erektion, die zwischen 30 und 60 Minuten anhält. Die Anwendung von MUSE ist sicher komplizierter als die einfache Einnahme einer Tablette. Aus diesem Grund wird die Verwendung von MUSE dem Patienten vom behandelnden Arzt beigebracht. Erst wenn der Patient die Einführung des Stäbchens beherrscht, stellt der Arzt das Rezept aus.

Funktionsweise MUSE

Dosierung

MUSE mit Alprostadil ist in folgenden Dsosierungen erhältlich: 250 mcg, 500 mcg und 1000 mcg. In der Regel wird der behandelnde Arzt mit 250 mcg anfangen. Wenn die gewünschte Wirkung nicht eintritt, kann die Dosis erhöht werden. Es sollten nicht mehr als zwei Dosen am Tag und nicht mehr als sieben Dosen pro Woche verwendet werden.

Alprostadil Dosierungen

Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen bei der Anwendung von MUSE gehören:

  • Schmerzen im Penis
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • niedriger Blutdruck
  • Ausschlag
  • brennendes Gefühl in der Harnröhre

Sollte es bei der Anwendung zu einer Erektion kommen, die länger als 4 Stunden anhält, dann nehmen Sie umgehend Kontakt zu einem Arzt auf.

Gegenanzeigen

In einigen Fällen ist es ratsam, auf die Anwendung von MUSE zu verzichten. Dazu gehören:

  • Wenn Sie eine allergische Reaktion auf Alprostadil oder einen anderen Inhaltsstoff bekommen.
  • Wenn Sie eine Penisdeformation oder eine andere Erkrankung des Penis haben.
  • Wenn Sie eine Entzündung an Ihrem Penis oder der Harneöhre haben.

Weiterhin sollten Sie MUSE nicht verwenden, wenn Sie Polyzythämie, Sichelzellenanämie, multiples Myelom, Leukämie oder Thrombozytopenie haben.

Informationen zu Viagra und Grapefruit

Die Inhaltsstoffe der Grapefruit haben eine besondere Wirkung auf den Körper, wenn Sie gleichzeitig Viagra verwenden. Aus diesem Grund wird von der Einnahme von Grapefruit/Grapefruitsaft abgeraten. Warum und weshalb, verraten wir Ihnen in diesem lesenswerten Artikel.

Informationen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Tipp der Redaktion von Maennerhilfe.org

Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden

Auf dem ersten Blick erscheint die Anwendung von MUSE sehr kompliziert und unangenehm. Im Vergleich zu SKAT ist jedoch keine Injektion in den Penis vonnöten und kann bis zu 2 mal am Tag angewendet werden. Die von Männern häufig genannte Angst vor dem Einführen des Applikators in die Harnröhren, diese zu verletzen oder starke Schmerzen zu verursachen, ist nach einigen geübten Anwendungen unbegründet.

Bei manchen Männern wirken klassische Potenzmittel wie Viagra nicht erfolgreich. Insbesondere wenn Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus vorliegen oder nach Operationen im Genitalbereich, kann es zu Nervenschädigungen kommen. In solchen Fällen bieten PDE-5-Hemmer wie Levitra, Viagra oder Cialis nicht die erhoffte Hilfe und MUSE stellt eine erfolgreiche Alternative dar.

In anderen Fällen, vor allem wenn Männer anfällig sind für Nebenwirkungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Blutdruckschwankungen, kann MUSE mit seiner lokal begrenzten Wirkung, besser sein als die Einnahme eines Potenzmittels.

Quellen

  1. Neues Therapieprinzip: MUSE URL: deutsche-apotheker-zeitung.de (Stand: 05.10.2020)
  2. Beipackzettel von MUSE einsehen URL: nebenwirkungen.de (Stand: 05.10.2020)
  3. Creme gegen erektile Dysfunktion URL: pharmazeutische-zeitung.de (Stand: 05.10.2020)
Experte & Autor

Online-Redakteur mit einem großen Wissen im Bereich Medizin, Gesundheit sowie Gesundheits-Management. Er hat sein Studium der Wirtschaftslehre an der Universiät Dortmund absolviert und bei unterschiedlichen Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit im Raum Düsseldorf über 30 Jahre gearbeitet.
Seit mehr als vier Jahren arbeitet Rainer Hoffmann nun als Berater und Redakteur beim Redaktionsteam der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung. Rainer Hoffmann sorgt für die Richtigkeit unserer medizinischen Inhalte sowie überwacht und koordiniert sorgfältig die Content Produktion. Des weiteren unterstützt Rainer das Redaktionsteam bei der Beantwortung von komplexen medizinischen Fragestellungen.

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