Grunsätzlich können Erektionsstörungen bei Männern jeglichen Alters vorkommen, somit auch bei jungen Männern. In den meisten Fällen sind das temporäre Probleme, die also nach einer Weile wieder von allein weggehen. Und doch kann es die Psyche des betroffenen Mannes belasten. Aus diesem Grund ist es wichtig, die genauen Ursachen der Potenzprobleme herauszufinden.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, warum junge Männer Erektionsprobleme bekommen und wie sie erfolgreich behandelt werden können.

Wie oft kommt Impotenz bei jungen Männern vor?

Studien haben festgestellt, dass Erektionsprobleme (Impotenz) vor allem bei  Männern zwischen 40 und 70 Jahren auftreten. Man schätzt, dass ca. 20 Prozent aller Männer in Deutschland unter Erektionsstörungen leiden.

Die genaue Zahl der jungen Männern ist nicht wirklich bekannt, da man von einer hohen  Dunkelziffer ausgeht. Gerade junge Männer scheuen den Gang zum Arzt und möchten über ihre Probleme nicht sprechen. Entsprechende Studien wurden bisher nicht von öffentlicher Seite unterstützt und somit liegen keine genauen Zahlen vor.

Durch das Fehlen entsprechender Ergebnisse gibt es auch keine genauen Forschungen zu den Ursachen. Aus diesem Grund ist es interessant, sich genau anzuschauen, warum es zu Impotenz bei jungen Männern kommt.

Impotenz nach Alter

Ursachen für Erektionsprobleme bei jungen Männern

Im Allgemeinen kann man sagen, dass die bei jungen Männern auftretenden Erektionsprobleme sehr vielfältig sind (Mehr dazu auch unter „Penis bleibt nicht oder bleibt steif„). Wenn die erektile Dysfunktion über mehrere Wochen andauert, sollte man grundsätzlich einen Arzt aufsuchen. Er als Fachmann kann die genauen Ursachen herausfinden und eine geeignete Behandlung in die Wege leiten. Wichtig ist, die Probleme zu akzeptieren und nicht zu negieren. Setzen Sie sich mit den möglichen Ursachen auseinander, das ist der erste Schritt zur Lösung.

Vor nicht allzu langer Zeit ist man davon ausgegangen, dass Impotenz bei jungen Männern vor allem psychische Gründe hat. In der neueren Forschung wurde jedoch nachgewiesen, dass auch andere Ursachen in betracht kommen.

Ursachen von Impotenz

Genaue Zahlen fehlen, aber Ärzte schätzen, dass etwa 50 – 90 Prozent der Erektionsstörungen bei jungen Männern auf organische, das heißt körperliche, Ursachen zurückzuführen sind. Als mögliche Gründe kommen dafür in Frage:

Als mögliche Auslöser kommen verschiedene Erkrankungen wie Arteriosklserose oder Diabetes in Frage. Eine genaue Amnese beim Arzt wird die genauen Ursachen aufklären und eine Behandlung vorbereiten.

Einnahme von Medikamenten

Die Einnahme von Medikamenten ist eine häufige Ursache für Erektiosstörungen bei jungen Ännern. Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten die Einfluss auf die Sexlust nehmen, so z.B. Antidepressiva. Durch die fehlende Libido kommt es in der Folge auch zu Problemen mit der Erektion.

Ber der Untersuchung durch den Arzt, der Amnese, wird der Arzt auf die mögliche Einnahme von Medikamenten nachfragen. So kann man feststellen, ob die Erektionsstörungen mit der Einnahme des Medikaments begonnen haben.

Psychische Probleme als Ursache

Auch wenn Untersuchungen inzwischen festgestellt haben, dass körperliche Gründe häufiger eine Rolle spielen, sollte man psychische Faktoren nicht vernachlässigen. Dafür kommen eine ganze Reihe von Gründen in Frage, wie z.B. Stress, Jobangst, Versagensängste oder depressive Verstimmungen.

In den meisten Fällen handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der sich nach und nach in das Leben des Betroffenen einschleicht. Oft sind die Erektionsstörungen nur ein Teil der auftretenden Symptome des Probelems, die auf dem ersten Blick als „selbstständige“ Erkrankung auftreten. Sollten die Probleme nicht zeitnah behandelt werden, besteht die Gefahr einer ernsthaften depressiven Erkrankung.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die das Risiko an Erektionsproblemen zu erkranken erhöhen. In erster Linie gehören dazu:
Warum es bei jungen Männern zu Erektionsproblemen kommt

  • erhöhter Alkoholkonsum
  • Medikamenteneinnahme
  • Psychische Probleme
  • Versagensängste
  • Unsicherheit im Bett
  • erhöhter Pornokonsum
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Bluthochdruck

Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck spielen bei jungen Männern erfahrungsgemäß eine geringe Rolle. In der Regel treten diese Krankheiten erst mit dem Alter auf. Bei der Amnese durch den Arzt werden sie dennoch abgeklärt.

Behandlungsmöglichkeiten

Um die beste Behandlung in die Wege leiten zu können, muss bei einer Diagnose die genauen Ursachen der Erektionsprobleme. Um also wieder ein normales, gutes Sexleben zu erhalten, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen.

Das Ziel einer erfolgreichen Behandlung ist nicht die Bekämpfung der Symptome durch Potenzmittel, sondern die eigentliche Ursache der Störungen. In den meisten Fällen findet eine begleitende Behandlung durch Medikamente wie PDE-5-Hemmer statt. Dafür gibt es unterschiedliche Therapieansätze:

  • PDE-5-Hemmer
  • Intravenöse Injektionstherapie (SKAT oder MUSE)
  • Natürliche Potenzmittel
  • Testosterontherapie
  • Penisring
  • Elektrostimulation
  • Psychotherapie
  • Operative Methoden

Welche Behandlungsform der Arzt vorschlägt, hängt von mehreren Faktoren ab wie dem Alter oder der Ursache der Erektionsprobleme. In den meisten Fällen wird bei jungen Männern erstmal die Einnahme eines (natürlichen) Potenzmittels vorgeschlagen.

Eine weitere Hilfe stellt der Penisring dar. Dieser kommt vor allem bei leichten bis mittelschweren Erektionsproblemen zum Einsatz. Der Penisring hält das Blut in den Schwellkörpern, wodurch die Erektion gefördert wird.

Sollte der Arzt bei der Amnese feststellen, dass die Probleme durch psychische Ursachen ausgelöst werden, kann eine Überweisung zu einem Facharzt erfolgen, der mithilfe eine Psychotherapie die eigentlichen Ursachen in Angriff nimmt.

Durch eine offensive Aufarbeitung der Probleme, kann der Körper unterstützt werden, woraufhin eine Erektion erleichtert wird. Der Kopf spielt beim Zustandekommen einer Erektion eine große Rolle. Durch mehr Vertrauen in sich selbst, lösen sich die sexuellen Probleme nach und nach.

Informationen zu Viagra

Für viele Männer ist es eine neue Situation, sich mit Viagra beschäftigen zu müssen. Fragen und Zweifel sind normal. Umso aufschlußreicher sind Erfahrungsberichte von anderen betroffenen Männern, die in der gleichen Situation stecken.

Informationen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Tipp der Redaktion von Maennerhilfe.org

Quellen

  1. Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels) VIAGRA®. In: Pfizer.de. URL: www.pfizer.de (Stand: 14.09.2020)
  2. Jürgen Zieren, Charalambos Menenakos, Marco Paul, Jochen M. Müller: Sexual function before and after mesh repair of inguinal hernia. In: International Journal of Urology. Band 12, Nr. 1, Januar 2005, S. 35–38. (Stand: 14.09.2020)
  3. Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion). Herausgeber: Deutscher Verlag für Gesundheitsinformation GmbH. URL: urology-guide.com (Stand: 14.09.2020)
  4. Herbert Sperling, Uwe Hartmann, Wolfgang Weidner, Christian Georg Stief: Erektile Dysfunktion: Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Herausgeber: Deutscher Ärzteverlag GmbH: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 102, Heft 23. URL: www.aerzteblatt.de (Stand: 14.09.2020)
  5. Viktor Frankl: Ärztliche Seelsorge. Grundlagen der Logotherapie und Existenzanalyse. Letztauflage. Stand: 2005. In: Viktor Frankl: Gesammelte Werke. Band 4. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2011. (Stand: 14.09.2020)
Experte & Autor

Online-Redakteur mit einem großen Wissen im Bereich Medizin, Gesundheit sowie Gesundheits-Management. Er hat sein Studium der Wirtschaftslehre an der Universiät Dortmund absolviert und bei unterschiedlichen Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit im Raum Düsseldorf über 30 Jahre gearbeitet.
Seit mehr als vier Jahren arbeitet Rainer Hoffmann nun als Berater und Redakteur beim Redaktionsteam der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung. Rainer Hoffmann sorgt für die Richtigkeit unserer medizinischen Inhalte sowie überwacht und koordiniert sorgfältig die Content Produktion. Des weiteren unterstützt Rainer das Redaktionsteam bei der Beantwortung von komplexen medizinischen Fragestellungen.

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